Samurai-Symbolik, Genfer Haute Horlogerie und mikroskulptierte Kabuto: Roger Dubuis verdichtet japanische Geschichte zu einem spektakulären Sammlerstück.
Mit der Excalibur The Kabuto Legacy inszeniert Roger Dubuis einen historischen Wendepunkt Japans im 17. Jahrhundert als hochkomplexes Zifferblatt-Theater. Im Zentrum steht die Burg Edo, umgeben von zwölf Samurai-Kommandanten, deren Kabuto und Kamon als miniature Kunstwerke in Roségold erscheinen. Das Ergebnis ist weniger klassische Uhr als tragbare Bühne: dramatisch, detailreich und klar auf Sammler mit Sinn für Symbolik zugeschnitten.

Die erzählerische Kraft der Uhr liegt im Kontrast: martialische Samurai-Ästhetik trifft auf die akribische Finissierung eines Genfer Manufakturkalibers. Das Automatikkaliber RD821, zertifiziert mit dem Poinçon de Genève, bildet die technische Basis – und lässt zugleich genügend Raum für die dreidimensionale Architektur des Zifferblatts.
Historische Bühne: Edo als Zentrum der Einheit
Inspiration ist die politische Einigung Japans nach Jahrzehnten innerer Konflikte. Roger Dubuis übersetzt diesen Moment in ein kreisförmiges Zifferblattkonzept: Die Burg Edo markiert das Zentrum, während die zwölf Bushō – Samurai-Kommandanten – den äußeren Ring besetzen. Jeder von ihnen wird über seinen charakteristischen Kabuto, also den zeremoniellen Helm, erkennbar.

Métiers d’Art: zwölf Helme in Roségold
Die mikroskulptierten Kabuto bestehen aus 18-karätigem Roségold und werden von Hand graviert. Pro Helm veranschlagt die Manufaktur zwei bis drei Arbeitstage. Besonders feine Ornamente an der Frontseite tragen die jeweilige Symbolik: Hirschgeweihe, Schwerter oder aufragende Formen verweisen auf Schutz, Tapferkeit, Rechtschaffenheit oder Weisheit.

Zifferblatt: Burg Edo in Blau und Roségold
Die zentrale Edo-Architektur besteht aus 17 Elementen. Blaue CVD- und schwarze PVD-Beschichtungen, polierte Flächen, kreisförmige Bürstung und Kugelstrahlen erzeugen Tiefe und Kontrast. Das Blau erinnert an Indigo, einen Farbton mit enger Verbindung zu japanischer Textil- und Samurai-Kultur.

Technik: RD821 mit Genfer Siegel
Im 45-Millimeter-Gehäuse aus 18-karätigem Roségold arbeitet das automatische Kaliber RD821. Es besteht aus 172 Komponenten, schlägt mit 4 Hertz und ist mit 33 Lagersteinen ausgestattet. Roger Dubuis verweist auf 14 Finissierungstechniken und die Zertifizierung nach Poinçon de Genève – ein klares Signal an Kenner, dass die Inszenierung nicht nur auf der Vorderseite stattfindet.
Highlights für Sammler
- Limitierung auf 28 Exemplare
- 45-mm-Gehäuse aus Roségold 750/1000
- Zwölf handgravierte Kabuto aus Roségold auf dem Zifferblattring
- Mehrschichtige Burg-Edo-Architektur mit CVD- und PVD-Beschichtungen
- Automatikkaliber RD821 mit Poinçon de Genève
- Lasergravierte Wappen der zwölf Bushō auf dem Gehäuseboden
- Kalbslederarmband mit Steppstruktur, inspiriert von Samurai-Rüstungen
- Unverbindliche Preisempfehlung: 407.500 Euro

Weiterführende Informationen auf der Webseite von Roger Dubuis
Fazit: Die Excalibur The Kabuto Legacy ist eine typische Roger-Dubuis-Inszenierung: laut, luxuriös, detailverliebt – und technisch ernsthaft. Für Puristen mag sie zu opulent sein; für Sammler von erzählerischer Haute Horlogerie ist sie ein rarer Blickfang mit starker kultureller Aufladung und kompromisslosem handwerklichem Anspruch.



