Fun-Faktor Porsche: mieten statt kaufen, die buchbaren Porsche-Erlebnisse

Ein Porsche 911 ist eine Fahrspaßmaschine. Oder auch eine Geldanlage. Und bleibt für viele leider ein Traum. Doch diesen Traum kann man sich erfüllen.

Denn um selbst einen 911 auf der Landstraße zu erleben, muss man nicht gleich einen kaufen. Und auch wer einen Porsche besitzt, möchte doch schon gerne auch mal einen GT3 fahren, oder den eigenen Wagen nicht unbedingt auf der Rennstrecke bewegen.

Jens Koch, Chefredakteur des Neunelfer Magazins zeigte uns, wie man am besten einen Porsche mietet, was das kostet und welche spannenden (Fahr-) Erlebnisse sich buchen lassen.

Einen Porsche 911 mieten, ohne ihn zu kaufen? Kein Problem! Auch Porsche-Besitzer können einen GT3 fahren oder ihren eigenen Wagen schonen. Hier erfahren Sie, wie man einen Porsche mietet, die Kosten und welche Erlebnisse buchbar sind.

Fahrfreude mit einem Porsche kann man auch mit einem 911 haben, wenn er einem nicht gehört.

Das Speeddate: ein 911er als Leihwagen

Die günstigste Art, einen 911 zu fahren, ist, ihn für einen Tag zu mieten. Bei den Branchengrößen wie Sixt war es bei unseren Recherchen aber nur an wenigen Stationen wie dem Münchner Flughafen verfügbar. Zudem war der Preis mit 1.107 Euro pro Tag mit 300 Freikilometern und Vollkasko sehr teuer.
Günstiger ist es direkt bei Porsche: Für 470 Euro kann man einen 911 einen Tag mieten. Das geht auch bei vielen Porsche Zentren, also recht flächendeckend, und funktioniert über dieses Online-Portal. Auch hier hat man 300 Freikilometer und einen Vollkaskoschutz mit 2.500 Euro Selbstbeteiligung. Den 718 Boxster gibt es schon ab 350 Euro. Ein 911 GT3 kostet 900 Euro, dann sollte der Mieter mindestens 35 Jahre alt sein, sonst reichen 25 Jahre.

Wenn Sie wissen wollen was es auf einem der größten Männer-Spielplätze der Welt zu entdecken gibt

Alle vier Räder spucken Sand. Er fliegt durchs offene Fenster herein, während wir quer fahren – wie geil! Wir erobern den größten Männerspielplatz der Welt: den Autostrand von Rømø. Die dänische Insel gleicht einer riesigen Sandkiste. Jens Koch war mit einem 992 Carrera 4 S und einem 964 Carrera 4 auf Rømø, dem größten Männerspielplatz der Welt.

Mietbare Porsche-Modelle haben bei den Porsche Zentren eine bessere Verfügbarkeit.

Wer frühzeitig bucht, kann aber definitiv auf mehr Auswahl hoffen. Wir haben das ausprobiert und beim Porsche Museum einen Boxster GTS gemietet. Abwicklung und Service waren vorbildlich, die Mitarbeiter freundlich, und zudem sind die Fahrzeuge sehr neu und technisch optimal gewartet.

Bei vielen Porsche Zentren kann man Fahrzeuge wie den 911 Targa 4 GTS mieten

Günstiger als bei Porsche ist es bei CarVia, die neben dem Hersteller einzige überregionalen Vermietung. An den Standorten München, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Hamburg bekommt man einen 911 teilweise schon für 324 Euro. Um die Konditionen direkt vergleichen zu können, muss man zu den 250 Freikilometern noch 50 Kilometer buchen und die Selbstbeteiligung bei der Vollkaskoversicherung kostenpflichtig von 4.750 Euro auf 2.750 Euro reduzieren. Dann ist CarVia mit 428,50 Euro immer noch rund 10 % günstiger als Porsche. Auch dieser Anbieter hat Boxster (ab 205 Euro) und verschiedene 911-Varianten bis zum GT3 RS (1.344 Euro) im Angebot. Es lohnt sich hier, die Preise zu vergleichen.

Sich wie ein Rennfahrer fühlen kann man beim Porsche Experience Center Hockenheimring

Erlebnispark im Porsche Experience Center: GT3 für 380 Euro

Auch die Porsche-Erlebnisse, die in Deutschland von den markeneigenen Porsche Experience Centern in Leipzig und am Hockenheimring angeboten werden, fangen preislich moderat an: Drei Runden Mitfahrt auf der Rundstrecke in Leipzig im schnellen 911 GT3 oder 911 Turbo kosten 230 Euro. Wer den GT3 selbst auf der Rundstrecke fahren möchte, zahlt nur 380 Euro. Für 330 Euro kann man den Cayenne über den Offroad-Parcours fahren.

Porsche Experience Center Hockenheimring
Beim Porsche Experience Center Hockenheimring kann man verschiedene Porsche-Fahrzeuge kennenlernen.

In Hockenheim geht es für 2.300 Euro einen ganzen Tag mit einem 911 auf den Handlingkurs.

Für 250 Euro mehr sogar im Turbo S oder GT3. Auch das haben wir sowohl in Leipzig als auch am Hockenheimring getestet und waren beide Male von den äusserst kompetenten und sympathischen Instruktoren beeindruckt, von denen man viel lernen kann. Zum Beispiel wie man auf der Rennstrecke schneller wird. Zudem sind die Strecken in perfektem Zustand, die Locations sind modern, stylisch und sehr hochwertig eingerichtet. Hier steht tatsächlich das Erlebnis für die Gäste im Vordergrund und nicht die Gewinnoptimierung.

Wie es mit dem 992 GT3 beim Experience Center Hockenheimring war, lesen Sie hier.

Professionelle Betreuung und modernes Ambiente im Experience Center Hockenheimring

Die Erlebnisse lassen sich ausweiten. So kann man zwei Tage auf die Nürburgring-Nordschleife im 911 GT3 RS gehen. Das kostet dann 13.900 Euro, setzt aber auch schon andere Kurse voraus.

Im Porsche Experience Center Hockenheimring gibt es auch abseits der Strecke einiges zu entdecken.

Auslandserfahrungen, beispielsweise bei Porsche in Finnland mit Drifttraining auf Eis und Schnee

Leipzig, Hockenheim und Nürburg sind aber nicht die einzigen Veranstaltungsorte. Wen es lieber aufs Glatteis zieht, für den veranstaltet Porsche in Finnland eine fünftägige Reise mit drei Tagen 911-Drifttraining auf Eis und Schnee. Das Ganze kostet 7.000 Euro mit Unterkunft und Verpflegung, jedoch ohne Flug.

Für den gleichen Preis und die gleiche Dauer kann man auch von Salzburg aus mit einem 911 geführt durch die Alpen fahren. Wer es ruhiger mag, fährt im elektrischen Macan sechs Tage durch Slowenien für 6.290 Euro.

Mit einem Porsche 911 über Pässe durch die Alpen- ein unvergessliches Erlebnis.

Und die Abenteuerhungrigen folgen vier Tage am Steuer des geländegängigen 911 Dakar den Sandpisten Namibias. Das kostet dann 21.911 Euro pro Person. Buchen lässt sich das über die Porsche Experience Portal. Viele dieser Erlebnisse sind allerdings begehrt und schnell ausgebucht.

Unser Fazit: Der automobile Luxus wandelt sich – weg vom Besitzen, hin zum Erleben.

Und das funktioniert beim Porsche-Fahren und Porsche-Erleben besonders gut. Zum einen kann man sich seinen Traumwagen mieten und für wenig Geld genießen und kennenlernen. Zum anderen bieten die Porsche-Erlebnisse auf der Rennstrecke und im Ausland unbezahlbare Erlebnisse mit Gleichgesinnten. Wir können allerdings nicht versprechen, dass man danach nicht doch einen Porsche besitzen möchte.

Für mehr Informationen über Porsche 911 und andere Porsche Modelle empfehlen wir Ihnen die Lektüre des Neuenelfer Magazins 

P.S.: und da gäbe es noch den Porsche für das Handgelenk, auch individuell in Fahrzeugfarbe und abgestimmt auf die Leder-innenausstattung, angefertigt von Porsche Design. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bildnachweis: Neunelfer Magazin, Photos © Marcus Krüger, Dank an Jens Koch und sein Neunelfermagazin für die Unterstützung. Unser Titelbild/Aufmacher: 911 Targa 4 GTS, 2024, © Porsche AG

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